Saba's Untergang
Viele Verse erwähnen das starke Heer von Saba. Der folgende Vers berichtet, dass die Heeresführung die endgültige Entscheidung der Königin überliess:
Sie antworteten: Wir verfügen über viel (militärische) Stärke und Kampfkraft. Die Entscheidung liegt jedoch bei dir. So überlege, was du gebieten willst."(Quran, 27:33)
Oben: Stilleben von Ibrahim Safi, 1898-1983 Rechts: Carl Blechen, Inneres einer Palmenhütte, 1834 Unten: Stilleben von Kadri Aytolon, 1873-1957
Doch Saba’s starkes Heer erwies sich am Ende doch als nutzlos, denn trotz der Warnungen der Propheten blieben die Sabäer undankbar gegenüber Gottes’ Segnungen, und dies führte Generationen später zu ihrer Bestrafung durch eine katastrophale Flut. Der Quran beschreibt das Gebiet, in dem die Sabäer lebten:
Wahrlich den Sabäern hätte (schon) ihr Wohngebiet ein Zeichen sein sollen: Zwei Gärten, zur Rechten und zur Linken. "Esst von der Gabe eueres Herrn und dankt Ihm! Ein gutes Land und ein nachsichtiger Herr!"(Quran, 34:15)
Die Sabäer lebten in einem Land von beeindruckender Schönheit voller fruchtbarer Reben und Gärten. Direkt an Handelsstrassen gelegen, lebte man mit bemerkenswertem Komfort und man hatte eine der schönsten Städte jener Zeit gebaut. Bei diesem hohen Lebensstandard und ihrer herrlichen Umgebung hätten die Sabäer es als ihre Pflicht ansehen müssen, die Gaben ihres Herrn anzunehmen un ihm dafür zu danken. Doch das taten sie nicht, denn sie waren undankbar:
Sie aber wandten sich ab. Da sandten Wir über sie die Flut des Dammbruchs und verwandelten ihre beiden Gärten in zwei Gärten mit bitteren Früchten und Tamarisken und ein paar Lotosbäumen. Dies war Unser Lohn für ihren Unglauben. Und so bestrafen Wir nur die Undankbaren. (Quran, 34:16-17)
Die Sabäer glaubten, sie hätten ihren Erfolg und ihren Wohlstand sich selbst zu verdanken gehabt. Wie diese Verse berichten, verfügte Gott ihre Bestrafung in Form einer grossen Flut, die er über sie kommen liess. Wer Gottes’ Segnungen gegenüber undankbar ist, wer dem durch die Propheten gewiesenen Weg nicht folgt und wer die offenbarten Bücher nicht anerkennt, die Er herabgesandt hat, wird die Vergeltung für seine Handlungen erhalten, sowohl in dieser Welt, als auch in der Welt, die danch kommen wird. Das ist Gottes Gesetz, denn Er verfügt:
Dies ist ein Teil der Berichte über Städte, die Wir dir erzählen; einige von ihnen stehen noch, und andere sind wie niedergemäht. Doch Wir taten ihnen kein Unrecht, sondern sie taten sich selber Unrecht an. Und ihre Götter, die sie neben Gott anriefen, nützten ihnen nichts als deines Herrn Befehl erging; sie vergrößerten nur ihr Verderben.(Quran, 11:100-101)
Oben: Der Tamariskenbaum hat salzige Blätter und er zieht sehr viel Wasser. Da er jede Feuchtigkeits- und Wasserquelle "anzapft", erhöht er die Gefahr von Bränden und Überflutungen. Ein grosser Tamariskenbaum zieht bis zu 1000 Liter Wasser pro Tag und schädigt.
Unten: Zedern, die schönes, haltbares Holz liefern, werden für Hausfassaden benutzt, zum Möbelbau und für Schnitzarbeiten.
Darum suchte ihn dein Herr vernichtend heim, während sie schliefen. So war er am Morgen wie abgeerntet!
(Quran, 68:19-20)
(Quran, 68:19-20)
Saba wird durch die Arim Flut zerstört
Der Ma'rib Damm war 16 Meter hoch, 60 Meter dick und 620 Meters lang. Fachleute schätzen, dass mit seiner Hilfe 9,600 Hektar Land bewässert wurden: 5,300 Hektar, die südlich gelegen waren und 4,300 Hektar im Norden. Sabäische Inschriften nennen die Anlage “Mar’ib und die beiden Ebenen”. (11) So ist es wahrscheinlich, dass die Stelle im Quran, “… zwei Gärten – einer zur Rechten und einer zur Linken”, sich auf die Reben und Gärten bezieht, die sich über zwei Täler erstreckten. Der Damm und das Bewässerungssystem machten die Gegend zum zum fruchtbarsten und produtivstenb Gebiet Südarabiens.
Doch auch die umfangreichen Reparaturarbeiten während des 5. und 6. Jahrhunderts v.Chr. konnten den Einsturz des Damms im Jahr 542 v.Chr. nicht verhindern. Die dadurch ausgelöste Überschwemmung, die im Quran als die Arim-Flut bezeichnet wird, zerstörte die Weinberge, die Gärten und Bauernhöfe, die seit Jahrhunderten kultiviert worden waren. Das Königreich von Saba erlebte daraufhin eine Periode raschen Niedergangs und verschwand nach und nach vollständig.
Die Arim-Flut, die durch den Bruch des Ma'rib Damms ausgelöst wurde, überflutetet Saba und zerstörte die Stadt.
Archäologische Funde und historische Quellen belegen das Ereignis. Der Quran spricht von “Sayl al-'Arim” – der Arim-Flut. Das Wort bedeutet “Damm” oder “Barrikade”. Mit “Sayl al-'Arim” ist also gemeint, dass die Flut kam, weil der Damm brach.
Der deutsche Archäologe Werner Keller, Autor des Bestsellers “Und die Bibel hat doch Recht”, hielt den Bericht über die Flut im Quran für historisch, und er schrieb, die Existenz eines solchen Damms und die Vernichtung eines gesamten Königreichs durch seinen Einsturz bewiesen, dass es das im Quran gegebene Beispiel von den Menschen im Garten tatsächlich gegeben hat.
(The Bible as History; a Confirmation of the Book of Books), New York: William Morrow, 1956, s. 230)
Joseph Anton Koch, Gemälde: Schmadribachfall
Der The Ma'rib Damm, der nun in Trümmern liegt, ist eine Lehre für alle Völker, die, wie die Sabäer, Gott nicht für Seine Segnungen danken und daher Seine Strafe verdienen. In einem einzigen Moment wurde ihr gesamter Wohlstand vernichtet.
Hiç yorum yok:
Yorum Gönder